Gummibärchen für besseren Schlaf? Melatonin bei Babys und Kleinkindern

Gummibärchen für besseren Schlaf? Melatonin bei Babys und Kleinkindern

Hast du dich schon mal gefragt, warum dein Baby in der 2. Nachthälfte unruhiger schläft oder öfter wach wird? Ein Grund (es gibt noch viele andere) dafür kann das Abfallen des Melatonin-Spiegels sein. Kann die Gabe von Melatonin für Babys hier eine Lösung sein?

In diesem Blog-Artikel erfährst du

  • Was ist Melatonin
  • Melatonin und der Babyschlaf
  • Melatonin & Muttermilch
  • Gummibärchen für besseren Babyschlaf

Melatonin – Was ist das genau?

Melatonin ist ein Hormon, das vom Körper selbst produziert wird und eine schlaffördernde Wirkung hat. Es steuert unseren Tag-Nacht-Rhythmus (zirkadianer Rhythmus) und wird bei Dunkelheit ausgeschüttet. Mit zunehmendem Alter sinkt die körpereigene Produktion von Melatonin. Unser zirkadianer Rhythmus (also unsere Schlaf- und Wachzeiten) ergibt sich aus dem Zusammenspiel der zwei Hormone Cortisol und Melatonin. Abends steigt der Melatonin-Spiegel an und wir werden müde und können gut einschlafen. Ca. um 3 Uhr ist der Spiegel des Hormons am höchsten, danach flacht die Ausschüttung langsam ab. Gegen Morgen beginnt unser Körper dann das Hormon Cortisol auszuschütten. Dieses wirkt aktivierend und sobald eine bestimmte Konzentration erreicht ist, werden wir wach. Unsere Babys können erst mit ca. 3-4 Monaten selbstständig Melatonin produzieren, bei Frühgeborenen dauert es evtl. auch etwas länger.

Melatonin bei Babys und der Schlaf

Die Ausschüttung von Melatonin hängt von unseren Augen ab. Bei Dunkelheit wird viel ausgeschüttet, der Höhepunkt ist um ca. 3 Uhr nachts erreicht. Wenn Licht auf das Auge fällt, wird die Melatonin Bildung gehemmt. Der Zusammenhang mit Licht bewirkt auch, dass der Melatonin-Spiegel im Winter höher ist, da die Tage kürzer und somit weniger Tageslicht vorhanden ist. Das kann dazu führen, dass man sich im Winter schläfriger fühlt. Babys produzieren ab ca. 3-4 Monaten selbstständig Melatonin und entwickeln (nach und nach) einen Tag-Nacht-Rhythmus. Sie werden also, wie wir Erwachsenen auch, gegen Abend müde und ihr Körper bereitet sich auf den Nachtschlaf vor.

Durch die Nutzung von Lichtquellen (Bildschirme, Nachtlicht, Sternenprojektoren) kann es passieren, dass die Melatonin-Ausschüttung verzögert wird. Daher empfehle ich bei langen Einschlafzeiten, darauf zu verzichten. Also: In den letzten Stunden vorm Schlafen, besser auf Bildschirme verzichten. Besonders dann, wenn das Einschlafen gerade sehr herausfordernd ist. Nur ein gedimmtes Nachtlicht, wenn überhaupt und auch nachts zum Stillen oder Wickeln so wenig Licht wie möglich. Bestenfalls verwendest du ein rötliches Licht, das wirkt beruhigend.

Meine Empfehlung für Nachtlichter findest du hier:

Zu den Nachtlichtern

Das Schlafhormon und unsere Muttermilch

Melatonin wirkt sich auch auf die Muttermilch aus. Besonders in den ersten Monaten, da Babys in dieser Zeit selbst noch kein Melatonin produzieren, das den Schlaf/Wach-Rhythmus regelt. Der Melatonin-Gehalt der Muttermilch verändert sich mit dem Melatonin-Spiegel der Mutter. Abends ist der Gehalt in der Muttermilch höher. Das wirkt sich förderlich auf den Babyschlaf aus. Es empfiehlt sich also, bei abgepumpter Muttermilch darauf zu achten, ob sie tagsüber oder eher abends oder nachts gepumpt wurde und sie entsprechend zu verfüttern.

(Melatonin-) Gummibärchen für besseren (Baby-) Schlaf?

Immer wieder werden Mittelchen (Sprays, Säfte, Gummitierchen) beworben, die Melatonin enthalten. Sie sind frei in der Drogerie erhältlich und sollen zu besserem Schlaf bzw. kürzeren Einschlafzeiten verhelfen.

Diese Art der Einschlafhilfe kann sehr gefährlich sein. Es können zu hohe Dosen Melatonin enthalten sein, was für Kinder schädlich ist. Daher warnen Kinderärzte vor der Gabe von rezeptfreien Melatonin-Produkten bei Babys und Kleinkindern. Wie beschrieben produziert unser Körper das Schlafhormon selbst und es sollte nur nach Rücksprache mit einem Kinderarzt verabreicht werden. Dass das Einschlafen mal länger dauert, kann durchaus vorkommen. Woran das liegen kann, erfährst du hier: Blog: Wenn die Einschlafbegleitung ewig dauert
Dass Babys oft aufwachen und trinken möchten, ist der natürliche Babyschlaf. Sie benötigen nachts Nahrung und Sicherheit, daher ist das Aufwachen förderlich für ihre Entwicklung. Mit der Zeit lernen sie dann, die Schlafphasen zu verbinden und eigenständig wieder in den Schlaf zu finden. Das kann allerdings eine Weile dauern. Die Schlafentwicklung dauert mehrere Jahre.
Mehr zum Thema Schlafentwicklung, wie Babys schlafen und warum sie oft aufwachen, erfährst du in meinem Webinar zum Baby- und Kleinkindschlaf: Babyschlaf Basiswissen für entspannte Nächte
Ich will entspannte Nächte

 

Wachzeiten zwischen den Schläfchen

Wachzeiten zwischen den Schläfchen

Kennst du die Tabellen, die beschreiben wie oft und wie viel Kinder schlafen sollen? Es gibt Tabellen zu der Anzahl der Schläfchen, zum Schlafbedarf und zu den Wachzeiten zwischen den Schläfchen. Das kann ganz schön verunsichern. In diesem Beitrag erfährst du, wie du solche Angaben nutzen kannst, um den Schlaf deines Kindes zu verbessern.

Der Schlafbedarf

Zum Thema wieviel Schlaf ein Kind in welchem Alter benötigt gibt es viele Infos. Der Schlafbedarf ist allerdings sehr individuell und es gibt keine pauschale Angabe, wieviel Schlaf ein Kind benötigt. Neugeborene schlafen im Schnitt 17 von 24 Stunden. Das ist ganz schön viel und entspricht der Vorstellung, dass Babys ja die ganze Zeit schlafen. Die Spannbreite liegt allerdings zwischen 9 und 19 Stunden. Es kann also gut sein, dass dein Baby mehr oder viel weniger Schlaf benötigt, als in irgendwelchen Tabellen angegeben ist. Lass dich dadurch bitte nicht verunsichern. Diese Werte sind Durchschnittswerte. Lass dich dadurch bitte nicht verunsichern. Empfehlenswert ist es, Kinder nach Bedarf schlafen zu lassen also dann, wenn sie müde sind. Tipps wie länger wach lassen, damit das Kind nachts mehr schläft sind nicht hilfreich. Im Gegenteil. Das kann dazu führen, dass dein Kind in die Übermüdung rutscht und der Nachtschlaf dadurch schlechter wird. Ich würde im ersten Jahr auch nicht empfehlen ein Kind zu wecken, um den Schlaf zu verbessern. Auch das bewirkt oft das Gegenteil. Hier kann natürlich individuell mal eine andere Empfehlung fallen, wenn die Umstände passen. Aber als pauschale Empfehlung ist wecken für mich keine Option.

Wachzeiten zwischen den Schläfchen

Zur Orientierung ist es oft hilfreicher, sich an die Wachzeiten zu halten. Also immer rechtzeitig ein Schläfchen anzubieten. Übermüdete Kinder schlafen nicht. Übermüdung führt zu Stress und zur Ausschüttung von Stresshormonen. Wer gestresst ist, kann nicht schlafen. Das kann auch ein Grund dafür sein, dass die Einschlafbegleitung sehr lange dauert.  Also achtet darauf, dass euer Kind tagsüber nicht zu lange wach ist. Die Zeiten werden oft überschätzt. Oft schlafen Kinder die tagsüber ausreichend schlafen auch nachts besser. Hier findest du eine Übersicht über die durchschnittlichen Wachzeiten zwischen den Schläfchen.

Wachzeiten (Zeit zwischen zwei Schläfchen)
0-6 Wochen ca 1 Stunde
6-16 Wochen ca 1,5 Stunden
4-6 Monate 1,5 – 2 Stunden
6-9 Monate 2 – 2,5 Stunden
9-12 Monate 2,5 – 3 Stunden.

Das beinhaltet schon die Zeit, die euer Baby zum Wach werden und dann auch zum
Wiedereinschlafen benötigt.
Aber Achtung:
Auch diese Zeiten können variieren und sollten nur als Orientierung dienen. Achte
darauf, was dein Kind braucht.

Anzahl der Schläfchen

Wie viele Schläfchen ein Kind pro Tag macht und wie lang die einzelnen Schläfchen sind ist ganz unterschiedlich. Als Faustregel gilt: Die meisten Kinder sind mit ca. 18 Monaten bei einem Mittagsschlaf angekommen.

Wie oft und wie lang schläft dein Kind? Hinterlasse gerne einen Kommentar.

Alles zum Thema Schlafentwicklung in den Jahren 1-3 erfährst du in meinem WebinarBasiswissen für entspannte Nächte

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Sind Schlafgewohnheiten gefährlich?

Sind Schlafgewohnheiten gefährlich?

Von Schlafgewohnheiten, auch Schlafassozitationen genannt, liest man immer wieder. Oft in einer eher negativen Richtung. Sind Schlafgewohnheiten wirklich so schlecht? Schaden sie eventuell sogar? Das klären wir in diesem Beitrag.

Was sind Schlafgewohnheiten überhaupt?

Schlafgewohnheiten sind ganz allgemein die Art, wie ein Kind einschläft. Das
können sehr unterschiedliche Dinge sein:

  • Stillen (siehe diesen Blog Beitrag zum Einschlafstillen)
  • Tragen
  • Bewegung (Wippe, Pezziball, Auf dem Arm, Auto…)
  • Pulen, Knibbeln (an den Eltern)
  • Haare (der Eltern) wühlen
  • Flasche trinken
  • uvm

Verknüpfen Babys eine bestimmte Einschlafhilfe ganz besonders fest, entsteht
daraus eine Einschlafassoziation. Das bedeutet, wenn sie wach werden, wollen
sie auf die genau gleiche Art wieder in den Schlaf begleitet werden. Wenn das
bei jedem Aufwachen der Fall ist, kann das schnell sehr anstrengend werden.
Denn der Schlafzyklus eines Babys dauert nur ca. 50 Minuten, dann erwacht das
Kind.

Sind Schlafgewohnheiten per se etwas schlechtes?

Auch, wenn einige Ratgeber und leider auch einige Fachpersonen es so darstellen,
das sind sie natürlich nicht. Unsere Babys sind nicht dazu gemacht alleine
einzuschlafen. Vielmehr brauchen Sie die Nähe einer Bezugsperson um sich sicher
zu fühlen. Unsere Babys sind Steinzeitbabys und total darauf gepolt, nicht allein gelassen und
vom Säbelzahntiger gefressen zu werden. Oder vergessen zu werden. Oder zu
erfrieren. Oder zu verhungern. Alles Szenarien, die früher in der Welt unserer
Vorfahren durchaus denkbar waren. Um also ihr Überleben zu sichern wollen Babys
nicht allein sein, getragen werden, gefüttert werden und sich auf eine große Person
verlassen können. Diese Sicherheiten vermitteln die gängigen Gewohnheiten. Nähe,
Bewegung, Stillen/ Flasche. Das zu bekommen sind natürliche Erwartungen, die
unsere Kinder ab Geburt haben. Es sind Grundbedürfnisse und müssen befriedigt
werden. Zu behaupten, man gewöhnt seinem Baby etwas schlechtes an ist
schlichtweg falsch. Das sind sozusagen biologisch verankerte Assoziationen.
Einem Baby das Bedürfnis nach Nähe abgewöhnen zu wollen (es muss lernen alleine
einzuschlafen) ist grausam und führt sicher nicht zu erholsamen Nächten. Und falls
die Nächte besser werden, dann auf Kosten von Babys Psyche und Urvertrauen. Es
ist also nicht nötig Einschlafhilfen von Anfang an zu vermeiden. Im Gegenteil.
Einschlafhilfen können oft sogar total hilfreich sein, da sie dem Baby schnell in den
Schlaf helfen. Habt bitte keine Angst etwas zu nutzen was euch aktuell die Schlafsituation erleichtert, weil ihr Angst vor später habt.Ja, es kann eine Gewohnheit entstehen, aber die kann auch wieder verändert werden.
Merke: Mit Nähe, Liebe, Sicherheit und dem Erfüllen von Bedürfnissen können
Babys nicht verwöhnt werden. Davon gibt es einfach nie zu viel. Lasst euch
bitte nicht verunsichern!

Der Unterschied zwischen einem Bedürfnis und einer Angewohnheit

Wenn dein Baby dich zwickt, nur in der Trage schläft oder an deinen Haaren zieht, kann das natürlich belastend sein. Und solche Dinge dürfen natürlich verändert werden. Wichtig ist hier zu unterscheiden ob es sich um ein Bedürfnis oder eine Angewohnheit handelt. Bedürfnisse wie Hunger, Nähe, Sicherheit können und sollen auf keinen Fall abgewöhnt werden. Bei Dingen wie Tragen oder knibbeln handelt es sich allerdings um Strategien, die ein Bedürfnis befriedigen. In der Trage erfüllt sich dein Kind eventuell das Bedürfnis nach Nähe und Sicherheit. Das ist ok, solange es für die Eltern auch ok ist. Falls nicht, darf das verändert werden. Denn Nähe und Sicherheit können auch auf andere Arten erfüllt werden.
Schläft dein Baby nur auf eine bestimmte Art ein? Erzähl gerne in den Kommentaren.

Mehr zum Thema Baby- und Kleinkindschlaf und Schlafgewohnheiten erfährst du auch in meinem Ebook.

Was soll ich meinem Baby / Kleinkind im Winter zum Schlafen anziehen?

Was soll ich meinem Baby / Kleinkind im Winter zum Schlafen anziehen?

Wie ziehe ich mein Baby oder Kleinkind zum Schlafen an, wenn es draußen langsam richtig kalt wird? Natürlich soll das Kind weder frieren noch schwitzen. Daher sind viele Eltern sehr verunsichert und fragen sich, was sie ihrem Kind anziehen können. In diesem Blog Artikel findest du meine Tipps wie du dein Baby anziehen kannst zum Schlafen im Winter.

Baby anziehen im Winter zum Schlafen

Natürlich spielt es eine große Rolle wie warm es in eurem Schlafzimmer bzw. Kinderzimmer ist. Meine persönliche Empfehlung ist, das Zimmer nicht zu heizen und möglichst bei offenem Fenster (gekippt) zu schlafen. Oder vor dem Schlafen geht gut durchzulüften. Das Baby sollte allerdings nicht im Zug liegen. Die aktuelle Empfehlung (auch zur Vermeidung des plötzlichen Kindstod) sind 18°C Raumtemperatur. Weiterhin wird empfohlen auf eine Decke zu verzichten und das Kind lieber im Schlafsack schlafen zu lassen. Der Schlafsack bietet außerdem den Vorteil, dass er nicht weggestrampelt werden kann und das Kind so immer warm eingepackt ist. Außerdem fällt es vielen Kindern im Schlafsack schwerer sich auf den Bauch zu drehen und sie bleiben zum Schlafen auf dem Rücken liegen, was auch einer Empfehlung zur Vermeidung von SIDS (plötzlicher Kindstod) entspricht.

Baby anziehen nach dem Zwiebelprinzip

Je kühler es im Zimmer ist, je mehr Schichten benötigt dein Baby. Also Unterhemd/Body (lange oder kurze Ärmel), Schlafanzug, Schlafsack. Zum Schlafen eine Mütze zu tragen ist nicht nötig. Das kann sogar gefährlich werden. Babys geben überschüssige Hitze über den Kopf ab. Durch das Tragen einer Mütze wird das evtl. verhindert und kann sogar zu Überhitzung führen. Wenn dein Kind mehrere Schichten trägt, kannst du nachts reagieren und evtl. etwas ausziehen, wenn deinem Kind zu warm ist. Die Temperatur deines Kindes fühlst du am besten im Nacken.

Wie erkenne ich, ob meinem Kind zu warm oder zu kalt ist?

Du kannst ganz einfach feststellen, ob deinem Baby zu warm oder zu kalt ist indem du mit deinen Fingern im Nacken deines Kindes fühlst. Der sollte angenehm warm sein. Ist er sehr heiß oder gar schwitzig, ist dein Kind zu warm eingepackt. Händchen und Füßchen sind nicht aussagekräftig. Die können schon mal sehr kühl sein, dass bedeutet nicht automatisch, dass deinem Kind kalt ist.

Welcher Schlafsack ist für mein Baby im Winter am besten?

Welcher Schlafsack im Winter für Babys am besten geeignet ist, ist nicht pauschal zu sagen. Orientieren kannst du dich an den TOG werten.

Raumtemperatur 16- 20°C -> 2.5 TOG
Raumtemperatur unter 16°C -> 3.5. TOG

Die Angaben variieren je nach Hersteller und natürlich kommt es auch darauf an, wie klein euer Baby ist und wie sein Kälteempfinden ist. Wichtig ist sich immer wieder bewusst zu machen, dass nur weil ich friere, kann es meinem Kind trotzdem zu warm sein. Meine Tochter schläft noch ohne Decke während ich schon mit Wärmflasche unter die Daunendecken krieche…/

Meine persönliche Empfehlung auch für den Winter:

Naturmaterialien. Ein Schlafsack aus Wolle und darunter ein Wolle/Seide Body und Schlafanzug aus Wolle/Seide war für mich der gamechanger schlechthin. Das Material ist temperaturausgleichend: Die Wolle kann Wärme speichern falls sie benötigt wird (super für kleine Babys, die ihre Temperatur noch nicht so gut halten können) und überschüssige Wärme nach außen abgeben. Der Seidenanteil wirkt kühlend. Außerdem ist das Material feuchtigkeitsregulierend. Besonders Wolle kann sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen und auch wieder abtransportieren, sie fühlt sich nicht klamm an und trocknet sehr schnell. Dein Kind schwitzt also nicht so schnell und wenn, ist es nicht klatschnass geschwitzt. Ich hatte mich nachts ziemlich verrückt gemacht und ständig gefühlt ob meine Tochter zu warm oder zu kalt ist. Nach dem Wechsel auf Wollschlafsäcke war sie immer mollig warm, aber nie verschwitzt. Das hat mir meine Nächte echt erleichtert. Die Wollsachen sind leider nicht so gut waschbar, aber im Wollwaschgang hat es bei uns immer gut geklappt und war kein extrem großer Aufwand.

Wolle/Seide Body: Schau dich gerne mal beim „Grünen Glück“ um. Ein tolles Label, das aus meiner Nähe kommt, alle seine Sachen hier in Deutschland produzieren lässt und mit dem Flexi Body aus Wolle/Seide ein mega tolles Produkt erschaffen hat. Der Flexi Body lässt sich nämlich teilen. Falls mal eine Windel ausläuft muss du dein Baby nicht komplett ausziehen, sondern kannst einfach das Unterteil tauschen. Es gibt ihn in ganz tollen Farben 😊 Mit meinem Code perfekt15 bekommst du auf alles 15% Rabatt.

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Wir haben sehr lange die Wollschlafsäcke von Reiff genutzt und waren im Winter damit super happy. Die sind nicht so dick und haben nicht den „Michelin-Männchen-Effekt“.

Diesen Schlafsack hatten wir mehrmals und fanden ihn so toll.
Zum Wollschlafsack

Wie du dein Baby im Winter zum Schlafen anziehen kannst hängt also letztendlich davon ab, wie warm/kalt es im Zimmer ist, welche Wohlfühltemperatur dein Kind benötigt und welche Materialien die Sachen haben.

Hast du noch Fragen? Hinterlasse gerne einen Kommentar.

 

 

 

 

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Ab wann benötige ich ein Nachtlicht für mein Baby?

Ab wann benötige ich ein Nachtlicht für mein Baby?

Soll mein Baby mit Nachtlicht schlafen, oder lieber ganz im Dunkeln? Diese Frage wird sehr oft gestellt. Und wie (fast) immer ist die Antwort: Kommt drauf an. Gerade in der Anfangszeit sind es eher die Eltern, die ein wenig Helligkeit benötigen. Sie möchten direkt sehen können wie und wo ihr kleiner Schatz liegt. Es ist hilfreich, um die optimale Stillposition zu finden, das Baby richtig anzulegen oder um das Fläschchen zuzubereiten. Doch braucht auch mein Baby ein Nachtlicht um besser zu schlafen?

Schläft mein Baby mit Nachtlicht besser?

Nein. Wahrscheinlich nicht. Gerade in den ersten Monaten können wir unsere Babys durch Dunkelheit in der Nacht und Helligkeit am Tag dabei unterstützen, einen Tag-Nacht-Rhythmus zu entwickeln. Gleichzeit schlafen meiner Erfahrung nach auch später die meisten Kinder besser, wenn es völlig dunkel ist. Sogar das Lämpchen vom Router oder Licht, das durch die Rollladenritzen fällt, kann sich negativ auf den Schlaf auswirken. Tatsächlich sind Verdunklungsvorhänge oft hilfreicher als ein Nachtlicht. Besonders in der zweiten Nachthälfte kann zu viel Helligkeit den Schlaf stören. Der ist in der zweiten Nachthälfte sowieso schon anfälliger für Störungen, da der Schlafdruck nicht mehr so groß ist und auch der Melatonin Spiegel wieder sinkt.

Melatonin – unser Schlafhormon

Melatonin ist ein Hormon, das vom Körper selber produzier wird mit schlaffördernder Wirkung. Babys können ab einem Alter von ca. 10-12 Wochen selber Melatonin produzieren. Dieser Vorgang findet größtenteils im Gehirn statt, aber auch in der Netzhaut und im Darm. Melatonin wird bei Dunkelheit ausgeschüttet und ist mitverantwortlich für die Steuerung unseres Tag-Nacht-Rhythmus. Die Ausschüttung von Melatonin hängt von unseren Augen ab. Bei Dunkelheit wird viel ausgeschüttet, der Höhepunkt ist um ca. 2 Uhr nachts erreicht. Wenn Licht auf das Auge fällt, wird die Melatoninbildung gehemmt und wir werden munter. Der Zusammenhang mit Licht bewirkt auch, dass der Melatonin Spiegel im Winter höher ist, da die Tage kürzer sind und somit weniger Tageslicht vorhanden ist. Das kann dazu führen, dass man sich im Winter schläfriger fühlt.

Daher mein Tipp: Nachts zum Füttern oder Wickeln so wenig Licht wie möglich!

Muttermilch und Melatonin

Melatonin wirkt sich auch auf die Muttermilch aus. Besonders in den ersten Monaten, da Babys in dieser Zeit selber noch kein Melatonin produzieren, dass den Schlaf/Wach-Rhythmus regelt. Der Melatonin Gehalt der Muttermilch verändert sich mit dem Melatonin Spiegel der Mutter. Also abends enthält sie mehr davon. Das wirkt sich förderlich auf den Babyschlaf aus. Es wird empfohlen bei abgepumpter Muttermilch darauf zu achten ob sie tagsüber oder eher abends oder nachts gepumpt wurde und sie entsprechend zu verfüttern.

Nachtlicht für Kleinkinder

Ab einem Alter von 1,5- 2 Jahren entwickeln Kleinkinder oft Ängste, besonders vor der Dunkelheit. Sie haben dann sehr viel Fantasie und haben beispielsweise Angst vor Monstern im Schrank und unter dem Bett. Hier macht es natürlich Sinn, wenn die Eltern das Zimmer vorm Schlafen gehen absuchen und auch ein „Monsterspray“ (Sprühflasche mit Wasser oder ähnliches) kann gute Dienste leisten. Gleichzeit kann in diesem Alter ein Nachtlicht eine schöne Unterstützung sein. Es hilf nicht nur gegen die nächtlichen Ängste, es ist auch nützlich beim nächtlichen Toilettengang.

Welches Nachtlicht soll es für mein Baby oder Kleinkind sein?

Für welches Nachtlicht ihr euch entscheidet, ist euch überlassen. Sei es ein Licht mit Touchfunktion, ein Steckdosenlicht oder ein Licht das auf Bewegung reagiert. Wichtig ist, dass das Licht nicht zu hell ist. Besonders gut ist rotes Licht, das wirkt beruhigend. Einige Vorschläge für Nachtlichter findest du hier:

Möchtest du möglichst entspannte Nächte für dich und dein Baby? Wie das gelingen kann erfährst du in meinem Workshop / Webinar „Babyschlaf – Basiswissen für entspannte Nächte“ hier

Babyschlaf webinar

Stillen im Liegen

Stillen im Liegen

Stillen ist eine wunderbare Möglichkeit, eine enge Bindung zu deinem Baby aufzubauen und es mit allem Notwendigen zu versorgen. Doch es kann auch eine Herausforderung sein, wenn dein Baby gerade besonders oft an die Brust will, viel nuckelt oder sehr lange stillt. Besonders nachts, wenn wir selber müde sind, kann das sehr anstrengend sein. Meine Empfehlung hier ist: Mach es dir so einfach wie möglich.
Es gibt viele verschiedene Stillpositionen, von der Wiegehaltung bis zum Football-Griff, aber für die Nacht ist diese Position besonders praktisch: Das Stillen im Liegen. Warum? Dafür sprechen viele Gründe.

Hier findest du einige Vorteile des Stillens im Liegen:

 

  • Schmerzfrei: Auch für Mütter mit Geburtsverletzungen oder nach einem Kaiserschnitt ist das Stillen im Liegen oft schmerzfrei möglich.
  • Passt super fürs Wochenbett: Diese Position eignet sich hervorragend für die Zeit nach der Geburt. Da sollt ihr das Bett ja eigentlich eh nicht großartig verlassen.
  • Bonding: Nackt kuscheln geht beim Stillen im Liegen prima, da großflächiger Hautkontakt möglich ist und ihr euch aber trotzdem nach Bedarf zudecken könnt.
  • Gechillt: Besonders nachts ist es einfach, das die Mutter nicht aufstehen muss. Beim Stillen im Liegen ist es sogar möglich beide Brüste anzubieten, ohne das Baby auf die andere Seite zu legen.
  • Einschlafstillen: Die Position ist perfekt, um das Baby an der Brust einschlafen zu lassen. Wenn ihr im Familienbett schlaft, könnt ihr einfach liegen bleiben und weiterschlummern. Bei nächtlichem Hunger oder Unruhe kann ohne Verzögerung reagiert werden. Meist muss das Baby sich gar nicht groß bemerkbar machen.
  • Kein rumhieven: Auch größere und schwerere Stillkinder müssen nicht gehoben und gehalten werden. Ist auch meist angenehmer für den Rücken, als bspw. auf der Bettkante sitzend zu Stillen.

Und die Nachteile?

Gibt es eigentlich keine. Klar, dass Stillen im Liegen ist nicht in der Öffentlichkeit umsetzbar. Aber bei Freunden oder Familie zu Hause ist es meistens auch machbar.
Stillende Mama

Wie klappt das Stillen im Liegen am besten?

Auch, wenn das Stillen etwas ganz natürliches ist, klappt es manchmal nicht auf Anhieb. Und auch nicht direkt in jeder Position. Das gilt auch für das Stillen im Liegen. Es darf geübt werden. Oft habe ich Mamas in meinen Schlafberatungen, die meinen im Liegen zu Stillen klappt bei ihnen einfach nicht. Das kann schon erst mal sein. Doch üben lohnt sich. Denn wenn es dann ohne Schwierigkeiten klappt, kann das liegende Stillende eine riesen Erleichterung bringen – besonders nachts. Anfangs kann einfach von der üblichen Stillposition ab und zu zum Liegen gewechselt werden. Gerne Geduld haben, es kann schon etwas dauern. Gerade sehr kleine Babys haben anfangs manchmal Schwierigkeiten, die Brustwarze richtig zu erwischen.
TIPP: Wenn es nachts im Dunkeln nicht so gut klappt, ein rötliches Nachtlicht verwenden. Das rote Licht wirkt nicht anregend, sondern beruhigend und kann so dabei helfen, besser wieder in den Schlaf zu finden.

Stillen reduzieren Workshop

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Um die Stillposition für Mutter & Kind so angenehm wie möglich zu machen, sollte auf folgende Punkte geachtet werden:
Mama und Baby liegen Bauch an Bauch, einander zugewandt. Das Köpfchen ist auf Höhe der Brustwarze und das Baby liegt nicht auf dem Rücken. Sonst muss es beim Trinken immer den Kopf drehen, daher bitte in Seitenlage. Unterstützend kann hinter das Baby ein Stillkissen oder ein gerolltes Handtuch gelegt werden. Auch viele Mütter finden es deutlich bequemer, sich ein Stillkissen als Stütze in den Rücken zu legen. Ein kleines Kissen zwischen den Knien kann auch sehr angenehm sein. Die Mutter legt ihren Kopf auf ihrem Arm ab, oder stütz sich auf den Arm. Mit der anderen Hand kann das Baby am Rücken gestützt werden. Wichtig: Das Baby kommt zur Brust und nicht umgekehrt.

Und wenn das Baby beim Stillen einschläft?

Dann ist das prima. Einschlafstillen ist die natürlichste Art überhaupt, ein Baby in den Schlaf zu begleiten. Wichtig: Das Baby muss für ein Bäuerchen nicht zwingend aufgeweckt werden. Nicht jedes Baby braucht immer in Bäuerchen nach jeder Mahlzeit. Solange das Baby nicht viel spuckt oder Bauchschmerzen hat, darf es gern liegend in den Schlaf stillen und einfach weiterschlummern.

Stillst du nachts im Liegen? Hinterlasse gern einen Kommentar.

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Dein Baby stillt sehr häufig, nuckelt gefühlt die ganze Nacht oder kann ohne Brust gar nicht mehr schlafen? Das ist für dich belastend und du möchtest etwas verändern?
Dann ist mein Workshop „Stillgewohnheiten liebevoll verändern“ genau das richtig für dich. Live per Zoom (next: 05. November) oder als Webinar direkt zum Download. Weiter Infos gibt’s HIER

 

 

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